Wirtschaft und Infrastruktur
Etwa 1,4 % der Beschäftigten sind in der Land- und Forstwirtschaft tätig, 38 % im Produzierenden Gewerbe und 60,6 % im Dienstleistungsbereich. Gifhorn hat deutlich mehr Aus- als Einpendler. Etwa 80% der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten außerhalb. Die Arbeitslosenquote im Kreis Gifhorn betrug im Juni 2004 8,7 %. Größter Arbeitgeber Gifhorns ist die IAV GmbH (Ingenieurdienstleister für die Automobilbranche) mit ca. 1.500 Mitarbeitern vor Ort. Aufgrund der Nähe zu Wolfsburg (VW) sind viele Automobilzulieferer und -dienstleister in Gifhorn angesiedelt (z.B. Continental Teves, ArvinMeritor, Ruecker).
Verkehr
Gifhorn besitzt zwei Bahnhöfe: Den Bahnhof Gifhorn (früher Gifhorn-Isenbüttel), in dem sich die Hauptstrecke Hannover-Wolfsburg mit der Mühlenbahn von Uelzen nach Braunschweig kreuzt, sowie den Bahnhof Gifhorn-Stadt an der letztgenannten Bahnlinie. Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Gifhorn befand sich ursprünglich auf freiem Feld auf der Isenbütteler Seite der Gleise. Mit zunehmender Ausdehnung der Stadt Gifhorn nach Süden liegt der Bahnhof jedoch inzwischen am Rande Gifhorns. Das ehemalige Gebäude wurde daher durch einen Neubau auf der Gifhorn zugewandten Seite ersetzt, während das alte Gebäude von einer Jugendwerkstatt genutzt wird. Der öffentliche Personennahverkehr wird hauptsächlich durch die Verkehrsgesellschaft Landkreis Gifhorn mbH (VLG) durchgeführt.
Geografische Lage
Die Stadt liegt zwischen Hannover, Braunschweig und Wolfsburg, ca. 20 km nördlich von Braunschweig und dem Autobahnkreuz Braunschweig-Nord (A2/A391) und etwa 15 km westlich von Wolfsburg. Die Stadt befindet sich am Kreuzungspunkt der Bundesstraßen 4 (Nord-Süd Richtung, auch Salz-Straße) und 188 (Ost-West Richtung, auch Korn-Straße) sowie der Bahnlinien Braunschweig-Uelzen und Hannover-Wolfsburg am Rande der Lüneburger Heide. Die Ise mündet im Stadtgebiet in die Aller.
Geologie
In und um Gifhorn gibt es mehrere Erhöhungen, die als Eiszeitmoränen (Grund-/End-Moränen) entstanden sind. So liegt südlich der Flüsse der "Katzenberg", nördlich der "Weinberg" und im weiteren Verlauf bis zur Ortschaft Wilsche das "Hohe Feld".
Nachbargemeinden
Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Gifhorn. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt (alle im Landkreis Gifhorn): Wagenhoff, Sassenburg, Calberlah, Isenbüttel, Ribbesbüttel, Leiferde, Müden (Aller)
Stadtgliederung
Die Stadt Gifhorn besteht aus der Kernstadt mit ihrer schönen und historischen Altstadt sowie den Stadtteilen Kästorf, Gamsen, Wilsche, Neubokel und Winkel.
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
1821: 1.608 1848: 2.410 1871: 2.816 1905: 3.857 1925: 4.452 1939: 5.673 1946: 8.800 1950: 10.283,davon 3.853 Vertriebene und Zugewanderte 1956: 14.500 1961: 17.677 1965: 21.100 1969: 23.001 1974: 26.500 1984: 34.357 1989: 37.196 1990: 38.884 1991: 40.090 1992: 41.444 1995: 43.736 1998: 43.291 1999: 43.034 2000: 42.943 2001: 42.740 2002: 42.689 2003: 42.834 2004: 42.634 2005: 42.945
Städtepartnerschaften
Xanthi in GriechenlandKorsun-Schewtschenkiwski in der UkraineDumfries im Vereinigten Königreich (Schottland)Gardelegen in Deutschland (Sachsen-Anhalt)Hallsberg in Schweden Zickenstadt
Die Bewohner umliegender Gemeinden bezeichneten Gifhorn in der Vergangenheit abfällig als Zickenstadt. Eine Ziege als Kuh des kleinen Mannes konnten sich seinerzeit auch die ärmeren Stadtbewohner leisten, so dass die Ziegenpopulation in Gifhorn vergleichsweise stärker war als in den umliegenden Bauerngemeinden. Die Gifhorner Stadtwerbung münzte den Ausdruck Zickenstadt in einen positiven Begriff um und benutzte ihn einige Jahre lang für die Tourismuswerbung. Eine Ziege als Logo der Stadt wurde entworfen, und in der Gifhorner Innenstadt wurde sogar ein Zickendenkmal enthüllt. Während Bezüge zur Zickenstadt auch heute noch gelegentlich zu finden sind, z.B. der Zickenaugust als Maskottchen des alljährlichen Altstadtfests, musste sie in der Werbung dem Begriff Mühlenstadt sowie einem entsprechenden Logo weichen.
Bildung
Grund- und HauptschulenGrundschule Adam-Riese-Schule Grundschule Astrid-Lindgren-Schule Grundschule Gebrüder-Grimm-Schule Grundschule Isetal-Schule Grundschule Michael-Ende-Schule Grundschule Wilhelm-Busch-Schule Grund- und Hauptschule Albert-Schweitzer-Schule Grund- und Hauptschule Alfred-Teves-Schule Grund- und Hauptschule Freiherr-vom-Stein-Schule RealschulenDietrich-Bonhoeffer-Realschule Fritz-Reuter-Realschule GymnasienHumboldt Gymnasium Otto-Hahn-Gymnasium FörderschulePestalozzischule Berufsbildende SchulenBerufsbildende Schulen I Berufsbildende Schulen II
|
 |
|